Daten und Fakten

Fläche: 323.758 km²
Hauptstadt: Oslo
Bevölkerungsdichte: 13,7 km²
Länge der Küste: 25.148 km, einschl. der Fjorde
Größter Binnensee: Mjøsa, 362 qkm
Längster Fluß: Glomma, 600 km
Höchster Berg: Galdhøpiggen, 2.469 m
Größter Gletscher: Jostedalsbreen, 487 km²
Längster Fjord: Sognefjord, 204 km
Größte bewohnte Insel: Hinnøya, 2.198 km²

 

Das Wetter in Norwegen

Das Wetter in Norwegen kann manchmal sehr schnell umschlagen, insbesondere entlang der Küste und im Gebirge können die Wetterverhältnisse instabil sein. Seien Sie sich dieser Tatsache bewusst und passen Sie Kleidung und Ausrüstung entsprechend an.
Dank des wärmenden Golfstromes herrscht an den norwegischen Fjorden ein relativ mildes Klima, sogar im tiefsten Winter bleiben die Fjorde nahezu eisfrei.

Sommer
Der Sommer dauert von Juni bis August. Die faszinierendsten Facetten der Natur sind denjenigen vorbehalten, die diese Gegend im Frühling oder Herbst besuchen.

Frühling
Im Frühling sprießen die Pflanzen in den unglaublichsten Farben aus dem Boden. Im Mai blühen die Obstbäume entlang des Hardangerfjords und vermitteln Ihnen das Gefühl, im Paradies zu sein.

Herbst
Der Herbst taucht die Landschaft in goldene Farben, leuchtend rote Vogelbeeren hängen an den Ästen. Herbst bedeutet entlang der Fjorde auch Erntezeit. Am Straßenrand verkaufen Bauernkinder Äpfel, Birnen und Pflaumen.

Winter
Der Winter verwandelt das Gebirgsland Westnorwegens in ein Paradies für Skifahrer. Auf einigen Gletschern können Sie allerdings auch im Hochsommer skifahren.

 

Die Mitternachtssonne

Ein Naturphänomen, bei dem die Sonne über einen bestimmten Zeitraum im Sommer nicht untergeht. Mit anderen Worten: Bei schönem Wetter ist die Sonne 24 Stunden zu sehen.

Die Dauer der Mitternachtssonne hängt davon ab, wie weit nördlich man sich befindet. Am Polarkreis im Bezirk Nordland ist sie vom 12. Juni bis 1. Juli zu sehen, am Nordkap im Bezirk Finnmark geht die Sonne sogar sechs Monate nicht unter.

 

Das Nordlicht

Es ist ein mystischer, unbeschreiblicher Moment, wenn sich das Nordlicht am Himmel zeigt. Die Wahrscheinlichkeit, es zu sehen, ist im Spätherbst und Winter/beginnenden Frühling am größten.

In der Zeit zwischen der Tagundnachtgleiche im Herbst und Frühling (21. September bis 21. März) ist es zwischen 18 Uhr und 1 Uhr stockdunkel. In dieser Zeit ist die Chance am größten, das Nordlicht zu sehen, aber auch die eher feuchten, schneefreien Wetterverhältnisse im Norden im September, Oktober und November lassen es zu, das Nordlicht zu erleben.

Ab Dezember wird die Luft trockener und es liegt oft viel Schnee. Wer im Dezember oder Januar anreist, erlebt die Polarnächte nach sehr kurzen Tagen.

Im Februar und März werden die Tage wieder länger. Während der Abende hat man immer noch maximale Chancen das Nordlicht zu sehen.

Eine Garantie gibt es jedoch nie. In manchen Wochen ist das Nordlicht gleich mehrmals am Abend am Himmel zu sehen, oder der Himmel bleibt einfach farblos und dunkel.

 

Fjorde und Gebirge

Wo die Hochebenen enden, fallen die Berge viele hundert Meter tief zum Wasser hin hinab und bilden den Rahmen der norwegischen Fjorde.
Wenn Sie mit dem Boot in einen solchen Meeresarm hineinfahren, befinden Sie sich inmitten einer Landschaft, die so nur an wenigen anderen Orten unseres Planeten anzutreffen ist. Starke Farben und frische Luft machen Ihren Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Sie sitzen an Deck und gleiten mitten in diese majestätische Umgebung hinein, während die steilen Felswände immer näher zusammenrücken. Hoch oben speisen Gletscher und Seen wunderschöne Wasserfälle, die in freiem Fall fast senkrecht abfallen.

Auf schmalen Felsvorsprüngen stehen kleine, verlassene Bergbauernhöfe und erinnern an ein mühevolles und einsames Leben, das hier vor gar nicht langer Zeit noch geführt wurde.

Überall im Fjordland gibt es kleine Ortschaften und die hier lebenden Menschen sorgen dafür, dass die Fjorde so gut zugänglich sind. Teile der Fjord- und Gebirgsregionen Westnorwegens stehen auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

 

Die Fjorde

Norwegen hat weltweit die höchste Dichte an Fjorden. Da es nirgendwo auf der Welt mehr Fjorde gibt als in Westnorwegen, wird diese Region auch als Fjord Norwegen bezeichnet. Es gibt allerdings auch im Norden, Osten und in der Mitte Norwegens Fjorde.

Sie sind ein Kunstwerk der Natur, entstanden, als die Gletscher abschmolzen und Meerwasser in die U-förmigen Täler einströmte.

Die meisten Fjordküsten verfügen über einen fruchtbaren Boden und erblühen in üppiger Flora. Vielerorts wird das Land seit Jahrtausenden bebaut. Die im Mai blühenden Obst-Plantagen entlang des Hardangerfjords vermitteln Ihnen das Gefühl, sich im Paradies zu befinden.

In den oberen und mittleren Bereichen sind die mit Salzwasser gefüllten Fjorde oft sehr tief, so ermöglichen sie auch großen Schiffen die Durchfahrt. Auf diese Weise können Sie die Schönheit der Fjorde hautnah erleben.

 

Die Küste

Fast die gesamte, sehr lange Küste Norwegens ist von Menschen besiedelt. In ihrem Verlauf wechseln sich lange Strände mit quirligen Küstenstädtchen ab, man erlebt weltberühmte Fjorde, lebhafte Fischerdörfer und traditionsreiche Fischerhütten-Anlagen, die den heutigen Bedürfnissen angepasst wurden. Die zahllosen vorgelagerten Inselgruppen sind bewohnt und wahre Naturperlen; sie bieten Vogelinseln und eine ausgeprägte lokale Kultur.
Die Küste Südnorwegens ist die Heimat des norwegischen Sommers. Entspannung pur!
An der Westküste erlebt man das Meer gerne aktiv. Deep-Sea-Rafting treibt Ihren Adrenalinspiegel in die Höhe, Meeresangeln verspricht Ruhe und Spannung in einem. Ganz oben im Norden können Sie kleine Fischerdörfer besuchen, in denen noch immer Fischfang betrieben wird. Adler- und Walsafaris bringen Sie hier ganz nah an die Tierwelt.

 

Die Berge

In Norwegen befinden sich Nordeuropas höchste Berge, auf denen das ganze Jahr über Schnee liegt, spitze Gipfel und runde, wunderschöne Bergformationen. Im norwegischen Gebirge gibt es vier unterschiedliche Jahreszeiten.

Der Sommer lädt ein zu Wanderungen über weitläufige Hochebenen oder hinauf auf dramatische Gipfel. Tausende Kilometer markierter Wanderwege und -pfade machen die norwegische Bergwelt leicht erschließbar. Hier können Sie 2.000 Meter über dem Meeresspiegel stehen und einen 360 Grad-Ausblick zu genießen!

Im Herbst bereitet sich die Natur auf den Winter vor und die Landschaft leuchtet rot und gelb. Die frische Luft und die klaren Farben sind extrem. Jetzt ist die Zeit für Moltebeeren und Blaubeeren, für Jagd auf Schneehühner und Rentiere.

Dann kommt der Winter und kleidet die Landschaft in seinen reinen, weißen Mantel. Der Winter ist im norwegischen Gebirge die längste Jahreszeit. Wenn aber der Frühling kommt, erwacht die Natur und lädt schnell wieder zu Wanderungen und Radtouren im Gebirge und in Tälern sowie zum Angeln in unzähligen Bergseen ein.